Ruanda – Stunden des Innehaltens (1)

r2Wir kommen nach Ruanda. Leider werden wir an der burundisch-ruandischen Grenze getrennt, denn Walti wird das Visum verweigert. Grund: er – als Schweizer – haette sein Visum vorab online beantragen muessen, ein uns in Afrika bisher vollkommen unbekanntes Verfahren. Alles Betteln um eine Ausnahmeregelung hilft nichts – Walti muss mit dem Bus zurueck nach Bujumbura (Hauptstadt Burundis) und sein Visum “ordnungsgemaess” beantragen. Somit reisen Toto und ich voruebergehend alleine weiter.

Wir besuchen nun eines der bekanntesten Gedenkstaetten Ruandas: Murambi Memorial Sit in Gikongoro. Wir sind an einem Ort des Schreckens, an dem am 7.4.1994 tausende Tutsis im Zuge der grausamen Genozidverbrechen von Hutus umgebracht wurden. Viele Tutsis suchten in ihrer Flucht diesen Ort auf – eine grosse noch nicht ganz fertiggestellte Schule, denn Lokalpolitiker garantierten ihnen, hier seien sie sicher. Doch der Genozid war detailliert geplant worden. So hatten die hierher geflohenen Tutsis keine Chance. Auf einem Huegel gelegen und von hoeheren Bergen umgeben war es an diesem Ort einfach, sie umzubringen, Maenner, Frauen und Kinder, jeden Alters.

Uns macht dieser Ort traurig und wir sind zum ersten Mal auf dieser Reise fuer lange Zeit ganz still. [G.]

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