Mit dem Militaer durch Rebellengebiet

soldatenAm Save-Fluss ist erstmal Schluss mit Radeln! Das Militaer stoppt alle Fahrzeuge, ob PKW, Trucks oder die einzigen drei Fahrradfahrer. Grund: gestern haben Rebellen der ‘Renamo’ ein Militaer-Munitionslager in der Hafenstadt Beira ueberfallen, sechs Soldaten erschossen und drohen nun, Anschlaege auf dem Highway EN1 zu verueben, auf dem wir uns befinden. Schon in der Nacht wurden offenbar die ersten Fahrzeuge beschossen. Ein Reisebus schaffte es, einem Kugelhagen ohne Opfer zu entkommen, doch zwei unschuldige LKW-Fahrer wurden in hinterhaeltigen Aktionen erschossen und ihre Autos angezuendet. Nun ist das Militaer also hier und stellt einen Konvoi zusammen, der – bewacht durch zahlreiche schwerbewaffnete Soldaten – nach 2 Wartestunden gen Norden aufbricht. Wir nehmen in einem Truck Platz, der Strommasten nach Norden transportiert. Die etwa 60 Kilometer, die durch das von der ‘Renamo’ bedrohte Gebiet fuehren, sind einerseits sehr komfortabel: wir sitzen auf dem grossen Bett hinten in der Fahrerkabine, es laeuft schoene Musik und unser Truckfahrer und sein Beifahrer sind nett und bewirten uns mit saftigen Orangen… Dennoch sind wir angespannt, bis wir den Ort erreichen, in dem das Militaer sein ‘GO’ gibt und wir ohne Beschuetzer weiterfahren duerfen. [G.]

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